„Wenn du etwas wissen willst, dann frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten“

 

Unter diesem Motto machte sich die Klasse 8b an ihrem ersten Tag nach den Osterferien auf den Weg nach Bielstein um sich erneut mit dem Thema Sucht auseinanderzusetzen, diesmal aber unter dem Aspekt der Selbsthilfe. Schon im Vorfeld wurde deutlich , dass unsere Schülerinnen und Schüler ihren Lebensalltag im Spannungsfeld von sozialen Netzwerken, Computerspielen und Fernsehserien durchaus kritisch zu sehen bereit sind.

In Bielstein trafen sie dann auf Exuser und familiär Betroffene. Deren Glaubwürdigkeit ermöglichte auch unseren Schülerinnen und Schülern erstaunlich persönliche Fragen zur Sprache zu bringen.

Ein raumhoher Baum regte an sich mit den vielen Erscheinungsformen von Suchterkrankungen auseinanderzusetzen. Andere Stationen zeigten, dass weit mehr Menschen von Süchten betroffen sind als von  den Schülerinnen und Schülern bisher angenommen und wie das Denken, Handeln und Fühlen von der Krankheit betroffen wird. Auch der Teufelskreis der Co-Abhängigkeit kam zur Sprache und wie Süchte sich verlagern können und so zu komplexen Systemen einer Mehrfachsucht anwachsen.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die der eine oder andere Schüler durchaus nachdenklich verlassen hat.

Propheten rütteln Schüler und Schülerinnen auf

In einem stimmungs- und phantasievollen Bußgottesdienst mussten sich die Schüler und Schülerinnen der Sekundarschule an ihrem letzten Schultag vor den Osterferien von Propheten ins Gewissen reden lassen. Das Evangelium  von den schlafenden Jüngern im Garten Gethsemane wurde mit vielen Kissen aus unserem Ruheraum und äußerst verschlafenden Schülern  in Scene gesetzt. Die prophetischen Texte waren teils biblisch, teils von den Schülern selbst erarbeitet und an aktuelle Gegebenheiten angelehnt. Bemerkenswert waren die rhetorischen Fähigkeiten der Schüler: Mit ihren Ansprachen die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer zu wecken haben sie mit einem Sprechtraining, welches alle Schüler des Religionsunterrichts absolvieren, erfolgreich gelernt. Gottesdienst einmal anders und von Schülern und Schülerinnen über weite Strecken selbstständig gestaltet.

Völkerballturnier

Eine willkommene Unterbrechung des Schulalltags bildete das Völkerballturnier der Jahrgänge 5-8. Der Einsatz aller Klassen im Kampf um den Titel war bemerkenswert. Immer wieder angefeuert von lautstarken Unterstützerteams kämpften die Klassen leidenschaftlich um den Pokal. Dieser ging im 5/6. Jahrgang an die 6c und im 7/8. Jg an die 7b. Wir gratulieren allen Siegern herzlich.

Meine Nachbarn – Rinder und Hühner

Die 6a war die erste der drei Klassen des 6er Jahrgangs, die sich im Rahmen der Projektwoche auf den Weg machte, regionale und ökologisch wirtschaftende Bauernhöfe zu erkunden. Wir mussten dazu nicht weit fahren. Nur fünf Haltestellen von unserer Schule entfernt gibt es den Klosterhof Bünghausen.  Schon von weitem wurden wir von den Bergschafen  laut blökend begrüßt. Und das war auch unsere erste Herausforderung: alleine, ohne zu sprechen den großen Laufstall und die Umgebung erkunden, manchmal stehen bleiben, die Augen schließen und nur hören  und die Eindrücke auf mich wirken lassen.

Später ging es dann ausführlich um die Haltung des Roten Höhenviehs.  Bauer „Pedder“Schmidt und seine Frau Susanne Schulte erklärten uns ausführlich, was es heißt, Rinder artgerecht zu halten. Wir fragten  uns, wo das Fleisch, das wir täglich auf dem Teller haben, denn herkommt, wie diese Tiere gelebt haben und welchen Preis es hat Fleisch von Tieren zu essen, von denen wir wissen, dass sie ein gutes Leben gehabt haben.

Das wurde auch im zweiten Teil unserer Erkundung deutlich:  wie werden auf dem Klosterhof Hühner gehalten und vermarktet. Wir lernten das Zweinutzungshuhn kennen. Kein männliches Küken wird hier unmittelbar nach dem Schlüpfen getötet, weil es keine Eier legen kann und damit nutzlos ist. Fr. Schulte: „Wir setzen gezielt LesBleues-Hühner ein, so heißen die Bresse-Hühner in Deutschland. Dies ist ein Zweinutzungshuhn , das weniger Eier legt, dafür mehr frisst und somit als Hahn schwerer wird als die Brüderhähne der Hochleistungslegehennen. Dadurch werden Eier und Fleisch zwar teurer, aber wir wollten eben keine übliche Hühnerhaltung – und schon gar nicht im großen Stile. Unsere Hühner können fliegen, picken Regenwürmer vom Boden, nehmen ganz entspannt ihr Staubbad unter den Obstbäumen und führen so ein wirklich tiergerechtes Leben.“

Auch hier bewahrheitet sich der kluge Satz: Weniger ist oft mehr. So haben wir uns am Ende des Tages auch noch als Philosophen betätigt.

Fit und gesund in den Tag

Mit einem besonderen Frühstück startete die Klasse 6c am Dienstag in unserer Projektwoche in den Tag. Unser Ziel war es ein fleischloses, zuckerarmes und vitaminreiches, möglichst regionales und  vor allem leckeres Frühstück zusammenzustellen. Das ist uns auch gelungen. Körnerbrot mit verschiedenen Käsesorten und Gemüse sowie Kakao, Milch und Fruchtsäfte waren schon lecker. Aber der Knaller war unser Müsli: Jogurt und Haferflocken mit Apfelsinen-, Apfel- und Bananenstückchen, Rosinen, Haselnüsse, Mandeln und Wallnüsse und zum Süßen Honig, da konnte kaum ein Schüler, kaum eine Schülerin nein sagen.

Komposter für die Garten-AG

Die Garten-AG freut sich über eine neue Errungenschaft, einen Komposter. So können wir aus Garten- sowie Bioabfällen unsere eigene Erde herstellen. Der Komposter ist ein Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation zwischen Garten-AG, Technik AG und dem Hausmeister, Herrn Gosch.

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