Propheten rütteln Schüler und Schülerinnen auf

In einem stimmungs- und phantasievollen Bußgottesdienst mussten sich die Schüler und Schülerinnen der Sekundarschule an ihrem letzten Schultag vor den Osterferien von Propheten ins Gewissen reden lassen. Das Evangelium  von den schlafenden Jüngern im Garten Gethsemane wurde mit vielen Kissen aus unserem Ruheraum und äußerst verschlafenden Schülern  in Scene gesetzt. Die prophetischen Texte waren teils biblisch, teils von den Schülern selbst erarbeitet und an aktuelle Gegebenheiten angelehnt. Bemerkenswert waren die rhetorischen Fähigkeiten der Schüler: Mit ihren Ansprachen die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer zu wecken haben sie mit einem Sprechtraining, welches alle Schüler des Religionsunterrichts absolvieren, erfolgreich gelernt. Gottesdienst einmal anders und von Schülern und Schülerinnen über weite Strecken selbstständig gestaltet.

Völkerballturnier

Eine willkommene Unterbrechung des Schulalltags bildete das Völkerballturnier der Jahrgänge 5-8. Der Einsatz aller Klassen im Kampf um den Titel war bemerkenswert. Immer wieder angefeuert von lautstarken Unterstützerteams kämpften die Klassen leidenschaftlich um den Pokal. Dieser ging im 5/6. Jahrgang an die 6c und im 7/8. Jg an die 7b. Wir gratulieren allen Siegern herzlich.

Meine Nachbarn – Rinder und Hühner

Die 6a war die erste der drei Klassen des 6er Jahrgangs, die sich im Rahmen der Projektwoche auf den Weg machte, regionale und ökologisch wirtschaftende Bauernhöfe zu erkunden. Wir mussten dazu nicht weit fahren. Nur fünf Haltestellen von unserer Schule entfernt gibt es den Klosterhof Bünghausen.  Schon von weitem wurden wir von den Bergschafen  laut blökend begrüßt. Und das war auch unsere erste Herausforderung: alleine, ohne zu sprechen den großen Laufstall und die Umgebung erkunden, manchmal stehen bleiben, die Augen schließen und nur hören  und die Eindrücke auf mich wirken lassen.

Später ging es dann ausführlich um die Haltung des Roten Höhenviehs.  Bauer „Pedder“Schmidt und seine Frau Susanne Schulte erklärten uns ausführlich, was es heißt, Rinder artgerecht zu halten. Wir fragten  uns, wo das Fleisch, das wir täglich auf dem Teller haben, denn herkommt, wie diese Tiere gelebt haben und welchen Preis es hat Fleisch von Tieren zu essen, von denen wir wissen, dass sie ein gutes Leben gehabt haben.

Das wurde auch im zweiten Teil unserer Erkundung deutlich:  wie werden auf dem Klosterhof Hühner gehalten und vermarktet. Wir lernten das Zweinutzungshuhn kennen. Kein männliches Küken wird hier unmittelbar nach dem Schlüpfen getötet, weil es keine Eier legen kann und damit nutzlos ist. Fr. Schulte: „Wir setzen gezielt LesBleues-Hühner ein, so heißen die Bresse-Hühner in Deutschland. Dies ist ein Zweinutzungshuhn , das weniger Eier legt, dafür mehr frisst und somit als Hahn schwerer wird als die Brüderhähne der Hochleistungslegehennen. Dadurch werden Eier und Fleisch zwar teurer, aber wir wollten eben keine übliche Hühnerhaltung – und schon gar nicht im großen Stile. Unsere Hühner können fliegen, picken Regenwürmer vom Boden, nehmen ganz entspannt ihr Staubbad unter den Obstbäumen und führen so ein wirklich tiergerechtes Leben.“

Auch hier bewahrheitet sich der kluge Satz: Weniger ist oft mehr. So haben wir uns am Ende des Tages auch noch als Philosophen betätigt.

Fit und gesund in den Tag

Mit einem besonderen Frühstück startete die Klasse 6c am Dienstag in unserer Projektwoche in den Tag. Unser Ziel war es ein fleischloses, zuckerarmes und vitaminreiches, möglichst regionales und  vor allem leckeres Frühstück zusammenzustellen. Das ist uns auch gelungen. Körnerbrot mit verschiedenen Käsesorten und Gemüse sowie Kakao, Milch und Fruchtsäfte waren schon lecker. Aber der Knaller war unser Müsli: Jogurt und Haferflocken mit Apfelsinen-, Apfel- und Bananenstückchen, Rosinen, Haselnüsse, Mandeln und Wallnüsse und zum Süßen Honig, da konnte kaum ein Schüler, kaum eine Schülerin nein sagen.

Komposter für die Garten-AG

Die Garten-AG freut sich über eine neue Errungenschaft, einen Komposter. So können wir aus Garten- sowie Bioabfällen unsere eigene Erde herstellen. Der Komposter ist ein Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation zwischen Garten-AG, Technik AG und dem Hausmeister, Herrn Gosch.

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Zertifikatsverleihung „Sozialführerschein“

 

Diese Gelegenheit ließen sich Prof. Dr. Wilke, stellvertretender Landrat des Oberbergischen Kreises, und Dr. Karthaus, Bürgermeister der Gemeinde Engelskirchen, nicht nehmen. Gemeinsam verliehen sie 24 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 den „Sozialführerschein“, ein besonderes Zertifikat, das die Sozialkompetenz unserer Schüler stärkt und auszeichnet. Professor Wilke drückte seine Freude darüber aus, dass unsere Schülerinnen und Schüler „über das Normale hinaus“ im freiwilligen Engagement  den Alltag von Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit Behinderung Kennenlernen wollten und konnten. Dabei ging zugleich ein Dank an die Einrichtungen in der Gemeinde, die dieses „Rein-Schmecken“ (Prof. Wilke) ermöglichten. Das sind die Einrichtungen der AWO, das Otto-Jeschkeit-Altenzentrum in Ründeroth, das St. Josef-Haus unterhalb des Engelskirchener Krankenhauses, das Haus Hohenfels mit seinen besonderen Einwohnern und das Pflegenetzwerk Haus Lepperhammer. Leitungsverantwortliche aus allen Einrichtungen waren zum kleinen Festakt der Urkundenverleihung gekommen. Als herzliche Gastgeberin begrüßte unsere Schülerinnen und Schüler und die weiteren Gäste Frau Geisler, Einrichtungsleiterin des Hauses Lepperhammer in ihren Räumlichkeiten.  Dr.Karthaus unterstrich die Bedeutung des Sozialführerscheins als eine „Art Qualitätsnachweis“. „Anspruchsvoll und zukunftsorientiert“ sei diese wertvolle Kooperation der Sekundarschule Engelskirchen  mit der Ehrenamtsinitiative „Weit-Blick“, die dieses Projekt mit ihrem Standortlotsen H.W. Rudloff begleite. Seitens der Schule ist es Herr J. Gerwing, der das soziale Engagement unserer Schülerinnen und Schüler beim Start und zum Abschluss in einer Reflexionrunde in den Einrichtungen unterstützt. Freudig beeindruckt war auch unsere Schulleiterin Frau C. Lengen-Mertel als sie einzelne Statements unserer Schülerinnen und Schüler im anschließenden Rundgespräch hört. Herzlichen Glückwunsch unseren Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9  verbunden mit einem Dank an die Klassenlehrer, die dieses Projekt wohlwollend unterstützt haben.